Mero – Rap Erfolg mit ,,Baller Los“

Wer in den vergangenen Tagen Youtube angeschmissen hat, der kam an Mero kaum vorbei. Am Donnerstag veröffentlichte der Rapper seinen Song „Baller Los“ – und lieferte damit einen Monster-Hit.Cannabisöl und Dr. Knarf

 


 Wie erfolgreich der Song ist, zeigt ein Blick auf die Zahlen.

– Bis Montagmorgen hatte „Baller Los“ gut 4,9 Millionen Klicks.

– Nach 24 Stunden fuhr der Song 1,6 Millionen Views ein, womit er am ersten Tag mehr Klicks machte als Miami Yacines Rekordhit  „Kokaina“

– Bis gestern war das Video durchgängig auf Platz 1 der deutschen Youtube-Trends.

– In der Spotify Top 50 Deutschland Playlist ist er auf Platz 1 mit weitem Abstand vor der Konkurrenz.

– Der 18-Jährige hat mit seinem Hit gut 640.000 Streams pro Tag. – Die nächsten sieben Plätze kommen auf um die 400.000 Plays pro Song.


Das ist alles noch beeindruckender, wenn man bedenkt, dass Mero auf seinem YouTube-Kanal bisher genau zwei Videos veröffentlicht hat:

-> den Trailer für „Baller Los“ und eben das Musikvideo selbst.

Sein Erfolg brauchte dennoch Vorarbeit.

Der Rüsselsheimer veröffentlichte bereits auf Instagram Handy-Videos und Freestyles und generierte damit einen beachtlicher Hype. Doch durch die Decke ging er jetzt erst. Das liegt vor allem an der Qualität seines neuen Songs.


Diese 5 Punkte erklären, warum „Baller Los“ so ein Hit ist:Deutschrap Vorbilder


 
Nichts für Diabetiker: Die Folklore-Hook

„Baller‘ lo-lo-lo-lo-los
‚Ne Wumme aufm Scho-Scho-Scho-Scho-Schoß“
Wer sich keinen Ohrwurm leisten möchte, der sollte sich den Song gar nicht erst anhören, und sich besonders bei der Hook die Ohren zuhalten. Denn die klingt nach türkischer Folklore, die so süß wie Baklava in die Ohren tropft. Nach genau einem Hören hat man den Text der Hook schon im Kopf und danach geht es auch nicht raus. Nichts für Diabetiker also.

 Der saubere Pre-Chorus

„Auf dem Weg nach oben, will die Million (skrr, skrr)
Geh zur Seite, Digga, ich will alles hol’n“
Der Pre-Chorus ist die Brücke von dem straighten Rap-Part auf der einen und der ultra-melodischen Hookline auf der anderen Seite. Es ist clean, geschmeidig hingerappt und hat das gute alte „Skrr“ als kleines Schmankerl richtig eingesetzt.

 Straight up, Rap!

In Zeiten, wo sich Rapper mit Gemurmel und Autotune-Geschmalze übertreffen wollen, ist es sehr erfrischend mal wieder jemanden wirklich rappen zu hören.
Mero erfindet hier weder inhaltlich noch flow-technisch das Rad neu, doch sehr solide gerappt ist es trotzdem. Seine harte Technik macht seine Perfomance bei der melodischen Hook noch einmal beeindruckender.

 Das vielseitige Video

Für jemanden, der vorher nur Handy-Videos im Katalog hatte, hat er mit dem neuen Video ein ordentliches Brett hingelegt.
Das Video macht nicht viel anders als andere Straßenrap-Videos, dafür sind sie handwerklich einwandfrei. Stabile Posen vor dem Hochaus, schwarz-weiße Mood-Shots aus dem türkischen Café, beim Coiffeur und am Ende noch Rapper-Schwergewicht Xatar als Patron, der Mero begrüßt. Übrigens soll sein Album „Ya Hero Ya Mero“ am 1. März 2019 erscheinen. Vielleicht bei Xatars Label Alles oder Nix?
Meros Vielseitigkeit wird nicht nur durch den Song unterstrichen, sondern auch durch das Video.

 Mero – bald Superstar?

Das alles führt dazu, dass der 18-Jährige gerade so richtig durchstartet, und gleichzeitig das Potenzial zu einer größeren Karriere mitbringt: Der Junge kann rappen, hat anscheinend einen Nacken für Melodien, und er sieht gut aus.
Mero soll übrigens in der U17 vom SV Darmstadt gespielt haben, bevor er dort nach einer Knie-OP seine Karriere beenden musste. Sollte das stimmen, dürfte er diese Chance auf Ruhm unbedingt nutzen wollen.